Neues HSG-Repository im Anflug

Die Arbeiten an der neuen Forschungsplattform Alexandria 2.0 kommen gut voran: Layout, Personenprofil und Publikationsliste sind weit fortgeschritten. Neben den Projekten sind dies die Hauptpunkte, welche in der neuen Software an die HSG-Anforderungen angepasst werden müssen. Die Funktionen rund um die Publikationen hingegen sind bereits von Haus aus sehr vielfältig.
Wir rechnen damit, dass im Laufe des Oktobers einige Testuser die Plattform prüfen können. Danach sind noch Schulungsunterlagen für die bisherigen Publicationmanager zu erstellen. Der Terminplan ist dicht, das Go-live ist geplant auf anfangs Dezember.
Wichtiger als der Termin sind aber eine gute Einführung/Schulung und zufriedenstellende Funktions- und Benutzertests.

Weshalb nicht ResearchGate, Academia.edu oder Mendeley…?

Es gibt gute Gründe, weshalb alle Schweizer Universitäten ein eigenes Repository betreiben:

  • eine zuverlässige Archivierung übernimmt kein privater Anbieter (Researchgate, Academia.edu). Wie diese Dienste boomen, können sie auch schnell wieder verschwinden oder aufgekauft und geschlossen werden.
  • die Rechte-Situation auf diesen Plattformen ist unklar, erste Verlage haben bereits Benutzer dazu gezwungen, die hinterlegten (Verlags-)PDFs zu entfernen.
  • Verlage erlauben oft nur die Hinterlegung der «post print»-Version einer Publikation (textgleich mit gedruckter Version) auf Universitätsservern oder auf privaten Homepages.
  • Unter anderem deshalb fordert auch der Schweizer Nationalfonds SNF eine Hinterlegung von geförderten Publikationen auf institutionellen Repositories oder privaten Homepages: «Green Road of Open Access (OA): researchers funded by the SNSF are obligated to, at least, self-archive their work in an institutional or specialist repository or on their personal website in addition to having it published in a journal (provided that there are no unsurmountable legal or technical obstacles).» [Quelle: SNF]

So wie die Bibliotheken an Universitäten eine unabdingbare Aufgabe bzw. Service einer Bildungs- und Forschungsinstitution an Studierende und Forschende sind, so trifft dies auch auf die Repositories zu, welche in diesem Sinne als Erweiterung des Bibliotheksangebotes gesehen werden können.

Ruedi Lindegger Twitter

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