Serverprobleme und Zugriffe im 2013

Im Januar und Februar 2013 war die Forschungsplattform Alexandria durch stark angewachsene Zugriffszahlen v.a. aus China gefordert. Dies führte leider zwischenzeitlich auch dazu, dass der Server nicht mehr verfügbar war. Soweit ich feststellen konnte, stammten die Zugriffe von den Indexierungsdiensten der chinesischen Suchmaschine Baidu.

Vermutlich dürfte diese vermehrte Integration in den chinesischen Suchindex auch dazu führen, dass Forschungsresultate häufiger aus China abgerufen werden. Die Zugriffszahlen scheinen dies zu bestätigen.

Zugriffe Februar 2013:Zugriffe Februar 2013

Zum Vergleich die Zugriffe vom letzten Jahr (Februar 2012):

Zugriffe Februar 2012

Zusammen mit dem IT-Ressort und unseren Programmierern arbeiten wir daran, die Forschungsplattform trotz den vermehrten Zugriffen stabil zu betreiben und Ausfallzeiten möglichst zu minimieren.

Ruedi Lindegger Twitter

Verbesserte Volltext-Anfragen

Aufgrund von Benutzer-Rückmeldungen verschickt Alexandria nun verbesserte Volltext-Anfrage-Mails. Solche Mails erhalten alle Autorinnen oder Autoren einer Publikation, wenn der Volltext von einem Internet-Nutzer nachgefragt wird.

Alle 7 Tage werden diese Anfragen an die Autoren gemailt. Neu kann im Volltext-Anfrage-Mail direkt auf die Mail-Adresse des Anfragenden geklickt werden, um ihr bzw. ihm eine Kopie zu senden. Dies ist jedoch nicht nötig, wenn der Volltext durch den Autor in Alexandria eingestellt wird. Dann benachrichtigt Alexandria automatisch alle bisherigen Interessenten.

Neu wird zudem den Autoren im Mail auch angezeigt, wie oft eine Publikation bereits angefragt wurde (siehe Screenshot). Spitzenreiter ist im Augenblick eine Publikation von Torsten Tomczak und Sven Henkel: «Behavioral Branding: eine Marke zum Leben erwecken». Diese Publikation wurde bereits 90x von Internet-Nutzern nachgefragt.

Mehr zu Volltext-Anfragen und  Download-Ranglisten hier.

Ruedi Lindegger

Open Access an der HSG im Aufwind

Seit die Universität St. Gallen im Dezember 2008 ihre Open Access Policy in einem Reglement verankert hat, nimmt die Anzahl der jährlich eingestellten Volltexte stark zu. Dies zeigt ein Vergleich der Open Access-Aktivität über die letzten Jahre.
Sowohl für Publikationen des jeweils laufenden Jahres, wie auch für jene früherer Jahre wurden im 2009 und 2010 deutlich mehr Volltexte eingestellt.

Diese Entwicklung spiegelt auch die international wachsende Bedeutung von Open Access, gründen (oder gründeten) doch inzwischen selbst renommierte Verlage wie Springer oder Wiley-Blackwell eigene Open Access-Zeitschriften. Dies parallel zur bereits bestehenden Option, Artikel in bisherigen Zeitschriften auf der Verlagsseite Open Access zugänglich zu machen (gegen Bezahlung).

Die Auswertung nach Forschungsbereichen bei den Zeitschriftenartikeln von 2005-2010 zeigt eine erfreulich hohe Open Access-Quote:

Mit Ausnahme der rechtswissenschaftlichen Publikationen beträgt der Anteil 28-38 Prozent aller Journal-Beiträge!
Der im Vergleich geringere Anteil bei den Rechtswissenschaften dürfte sich vor allem auf die national ausgerichtete Verlagslandschaft zurückführen lassen. Je kleiner und spezialisierter die Zeitschriften-Verlage, desto eher wird Open Access als Bedrohung wahrgenommen und dementsprechend nicht gefördert bzw. nicht zugelassen.

Volltext-Downloads

Dass die Volltexte von Publikationen auch genutzt werden, belegen schon nur die Download-Zahlen im 2010 für die gefragtesten 5 Publikationen:

  1. 6467 x heruntergeladen: Hoegg, Roman ; Martignoni, Robert ; Meckel, Miriam ; Stanoevska-Slabeva, Katarina: Overview of business models for Web 2.0 communities. In: Proceedings of GeNeMe 2006, 2006. – GeNeMe 2006. – Dresden, S. 23-37.
  2. 2034 x: Gassmann, Oliver ; Enkel, Ellen: Towards a Theory of Open Innovation: Three Core Process Archetypes. 2004. – R&D Management Conference (RADMA). – Lisabon, Portugal.
  3. 1883 x: Stölzle, Wolfgang ; Gaiser, C.: Logistik-Kennzahlensysteme. Kennzahlen als Instrument für den Leistungsvergleich von Distributionslagerhäusern. In: Controlling 8 (1996), Nr. 1, S. 40-48.
  4. 1783 x: Wiechert, Thomas ; Thiesse, Frédéric ; Michahelles, Florian ; Schmitt, Patrick ; Fleisch, Elgar: Connecting Mobile Phones to the Internet of Things: A Discussion of Compatibility Issues between EPC and NFC. : n/a2007. – Americas Conference on Information Systems (AMCIS). – Keystone, Colorado, USA, S. 11.
  5. 1701 x: Bieger, Thomas ; Laesser, Christian: Tourismustrends – eine aktuelle Bestandesaufnahme. In: Jahrbuch der Schweizerischen Tourismuswirtschaft 2002/ 2003. St. Gallen : IDT-HSG, 2003, S. 13-38. – ISBN 3-906532-08-9.

Wer sich dafür interessiert, wie oft seine eigenen Volltexte heruntergeladen wurden, kann die Zahlen in Alexandria aufrufen. Zum Vorgehen finden Sie dazu dieses Blog-Posting.

Volltext-Anfragen

Interessantes ist auch bei den fünf im 2010 am häufigsten nachgefragten Nicht-Open Access Publikationen zu finden.
Alexandria bietet den Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, automatisch bei den Autoren einer Publikation nach dem Volltext nachzufragen, falls dieser nicht in Alexandria hinterlegt wurde. Die Forschenden können danach direkt per Mail antworten oder aber den Volltext einstellen, worauf die Interessenten automatisch darüber informiert werden, dass der Volltext jetzt verfügbar ist.

Von den Top 5 der 2010 nachgefragten Artikel sind denn auch inzwischen drei als Volltexte in Alexandria verfügbar:

  1. 35 x nachgefragt, inzwischen Open Access: Bieger, Thomas ; Hansruedi, Müller ; Hans, Elsasser ; Johnsen, Julia ; Fabian, Weber ; Ursula, Wyss: Nachhaltigkeit der fis alpinen Ski WM 2003 in St.Moritz, Engadin – Schlussbericht : Schlussbericht/Evaluation. St. Gallen : Institut für Öffentliche Dienstleistung und Tourismus der Universität St. Gallen, 2003.
  2. 23 x nachgefragt, inzwischen Open Access: Enkel, Ellen ; Kausch, Christoph ; Gassmann, Oliver: Managing the Risk of Customer Integration. In: European Management Journal 23 (2005), Nr. 2, S. 203-213.
  3. 22 x nachgefragt: Rossmann, Alexander: Next Corporate Communication. Arbeitspapier 1 : Perspektiven von Social Media für Marketing und Unternehmenskommunikation : -, 2010.
  4. 22 x nachgefragt, inzwischen Open Access: Tomczak, Torsten ; Reinecke, Sven ; Karg, Michael ; Mühlmeyer , Joachim ; Institut für Marketing und Handel, Universität St. Gallen (Hrsg.): Best Practice in Marketing – Empirische Erfolgsstudie zum aufgabenorientierten Ansatz. Fachbericht für Marketing. St. Gallen : Thexis, 1998.
  5. 15 x nachgefragt: Tomczak, Torsten ; Henkel, Sven: Behavioral Branding: eine Marke zum Leben erwecken. In: Marketing Journal 40 (2007), Nr. 5, S. 8-12.

Total 1936 Personen fragten im 2010 für die Volltexte von insgesamt 1470 Publikationen nach. 95 Publikationen wurden daraufhin online gestellt und 294 Personen darüber automatisch informiert.

Mit der nächsten Erweiterung der Forschungsplattform soll den Forschenden Open Access noch einfacher gemacht werden. Beim Eintragen einer Publikation in Alexandria wird dann angezeigt, welche Open Access Policy der jeweilige Zeitschriften-Verlag verfolgt. Es wird sofort ersichtlich, ob man z.B. die Post-Print-Version einstellen kann und mit einem weiteren Klick, welche Sperrfristen eventuell existieren. Dieses Update sollte noch im Februar aufgeschaltet werden.

Mehr dazu dann wiederum hier im Blog.

Ruedi Lindegger

Wie oft und von wo wird auf meine Publikationen zugegriffen?

Eine oft übersehene, trotzdem sehr interessante Funktion versteckt sich in Alexandria hinter dem Menüpunkt ‚auswerten‘. Benutzer mit einem eigenen Profil können darüber erfahren, wie häufig ihre Publikationen aufgerufen und heruntergeladen werden oder woher ihre Besucher stammen.

Zugriffe auf eigene Publikationen

Nach dem Einloggen ist der Menüpunkt ‚auswerten‘ mit verschiedenen Kategorien verfügbar. Gleich zu Beginn erscheinen Auswertungen, welche sich auf die eigenen Publikationen beziehen:

Die erste Seite der Auswertungsgrafiken zeigt die Zahlen für die letzten 12 Monate, jeweils nach Monat und nach Herkunft der Besucher. Auf der zweiten Seite sind die entsprechenden Zugriffszahlen für die letzten 31 Tage aufgeführt.

Ein interessante Auswertung können Sie über den Punkt ‚Details‘ im Menü rechts aufrufen.

Dahinter verbergen sich nämlich die Auswertungen bezogen auf die einzelnen Publikationen, die Sie in Alexandria eingestellt haben. So lässt sich sehen, wie oft die Seite einer Publikation aufgerufen wurde oder aber auch, wie häufig der Volltext einer Publikation aus dem Internet heruntergeladen wurde.

Natürlich erscheinen in der Spalte Downloads nur Angaben, wenn beim Eintrag tatsächlich ein Volltext als Datei angehängt wurde. Eine Null bei Downloads kann also bedeuten, dass kein Volltext hinterlegt ist, oder aber, dass der Volltext noch nie bezogen wurde (was in Anbetracht der Nutzungszahlen von Alexandria doch aber eher unwahrscheinlich ist…siehe auch hier).

Das Datum bezeichnet jeweils den letzten Besuch oder Download, je nach dem, was zuletzt war.

Besucher des eigenen Profils

Ähnliche Auswertungen lassen sich bezüglich der eigenen Projekte oder auch des eigenen Alexandria-Profils ausgeben. Benutzen Sie dafür einfach die entsprechenden Menüeinträge unter ‚auswerten‘ (immer vorausgesetzt, dass Sie in Alexandria angemeldet sind).

Auswertungen als Publication-Manager

Falls Sie Publication-Manager Ihres Institutes sind, können Sie noch weitere Auswertungen zum gesamten Institut aufrufen. Als Publication-Manager erscheint dann im Auswertungsmenü auch der Punkt ‚Institut‘. Wenn Sie ihn anklicken, werden die Zugriffsgrafiken zu den Institutspublikationen erstellt, was unter Umständen ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Die 12-monatige und die Übersicht über den letzten Monat sind auf einer Seite zusammengezogen. Länderspezifische Auswertungen und Details zu den Besuchen bzw. Downloads sind für das Institut nicht direkt als Grafik abrufbar.
Diese können jedoch über die Download-Links unterhalb der Grafik selber erstellt werden (die detaillierten Auswertungsdaten sollten jedoch nicht in Excel bearbeitet werden, da oft sehr viele Zugriffsdaten existieren).

Viel Spass beim Durchstöbern der Alexandria-Auswertungen.

Ruedi Lindegger

Wachstum von Alexandria

Erfreuliche Entwicklungen bei der Forschungsplattform Alexandria: Einerseits steigt der Anteil an Publikationen, welche mit Volltext eingestellt werden. Andererseits nehmen die Zugriffszahlen rapide zu.

Mehr Volltexte

Die Universität St. Gallen unterstützt den Open Access-Gedanken (siehe hier). Der Anteil an eingestellten Volltexten bei den Publikationen stieg nun 2009 auf fast 30 Prozent. Dies ist sehr erfreulich und ein Grund für ein Dankeschön an alle, welche ihre Texte bereits in Alexandria eingestellt haben!

Damit befinden sich zur Zeit über 4000 Artikel als Volltexte in Alexandria. Diese wurden im letzten Jahr total 440’000 Mal von Alexandria heruntergeladen.

Geplant ist, das Einstellen der Volltexte noch zu vereinfachen. So soll jeweils beim Erfassen einer Publikation angezeigt werden, welche Nutzungsrechte bei der angegebenen Zeitschrift bzw. dem Verlag  gelten.
Sehr viele Verlage erlauben bereits das Einstellen der Volltexte im Sinne einer Selbstarchivierung. Zum Teil müssen aber gewisse Embargo-Fristen beachtet und/oder es darf nur eine Vor-Version des Artikels hochgeladen werden. Diese und weitere Angaben soll zukünftig Alexandria beim Erfassen  automatisch angezeigen.

Steigende Zugriffszahlen

Auch die Entwicklung der Seitenabrufe und der Anzahl Besucher von Alexandria ist sehr erfreulich.

Die Rezeption der wissenschaftlichen Arbeiten der Universität St. Gallen im Online-Bereich nimmt also stark zu und immer mehr Besucher nutzen die Forschungsplattform. Dies dürfte einen starken Anreiz für viele Forschende bilden, weitere ihrer Forschungsarbeiten im Volltexte in Alexandria einzustellen.
Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung!

Ruedi Lindegger

Stand: April 2010